Was mich an Pornografie schon immer gestört hat, ist, dass sie sich meist auf Szenarien beschränkt, die auch im echten Leben vorkommen könnten. Ich meine, klar, beim Pizzaausfahren lief nie was mit Sex, und sich vor der eigenen Schwester zu entblößen, endete nicht so wie in den Filmen – aber du weißt, worauf ich hinauswill. Ich wünschte einfach, Erotikfilme würden auch mal meine etwas ausgefalleneren Fantasien bedienen. Du weißt schon: Doppelnummern mit Feen-MILFs oder lesbischer BDSM-Sex zwischen Teenagern und Monstern. CrazyXXX3Dworld versucht, diese Lücke in der Erotikunterhaltung mit einigen der verrücktesten XXX-3D-Comics zu füllen, die ich je gesehen habe.
Ob du es glaubst oder nicht: CrazyXXX3Dworld.com existiert schon seit dem Jahr 2000. Damals brach die weltweite Infrastruktur wegen des Y2K-Problems zusammen, und diese Perverslinge nutzten die Gunst der Stunde, um einen Zufluchtsort für die perversesten 3D-Erotikcomics zu schaffen, die die Welt je gesehen hat. Täglich besuchen über 4.000 Nutzer die Seite, um sich schmutzige Fantasie-Kunst, erotische Science-Fiction und exklusive 3D-Perversionen anzusehen.
Futuristische Pornos auf einer Website von gestern
Auf dem Logo der Startseite sitzt ein Schulmädchen mit entblößten Brüsten; sie hält einen Lutscher und einen Teddybären in der Hand. Sie grinst verschmitzt – aber warum? Vielleicht, weil sie weiß, dass du ein kleiner Freak bist, oder weil sie ein Geheimnis hat. Der CG-Stil ist realistisch gehalten und setzt auf glaubwürdige menschliche Proportionen und Schattierungen, anstatt übertriebene Anime-Schlampen mit lila Haaren und riesigen Augen zu präsentieren.
Beim Laden der Seite erscheint oben ein fehlerhaftes Feld. Für die meisten Nutzer dürfte es wie ein Darstellungsfehler aussehen. Bei mir steht dort der Hinweis, dass ich klicken muss, um den Adobe Flash Player zu aktivieren. Das Problem ist nur: Der Großteil des Internets hat Flash längst aufgegeben. Meist ist es weder installiert noch aktiviert. Selbst Adobe hat angekündigt, Flash einzustellen. Die Technologie war schon vor zehn Jahren veraltet und unsicher; heute scheint sie vor allem in der Welt der Online-Porno-Comics und -Spiele weiterzuleben.
Da ich „The Porn Dude“ bin und das Bewerten von Pornoseiten mein Job ist, habe ich dieses antiquierte Plugin tatsächlich aktiviert. Das Banner, das mir bisher entgangen war, verkündet in animierten Buchstaben: „WORLD’S LARGEST 3D ADULT COMICS PUBLISHER“ (Weltweit größter Verlag für 3D-Erotik-Comics). Es hätte problemlos ein GIF sein können – und das wäre definitiv die bessere Wahl gewesen.
Die Flash-Tour durch die Website nutzt die Technik aus der Zeit vor MySpace etwas geschickter, wobei auch eine WMV-Version für Nutzer bereitsteht, die modernen Komfort schätzen. Auch hier gibt es keinen wirklichen Grund für Flash; es handelt sich schlicht um ein Video.
Eine Frau mit charmantem Südstaaten-Akzent kommentiert die Vorschau. Sie erklärt, dass CrazyXXX3Dworld die besten Künstler des Genres vereint und aktuell über 3.000 Comic-Episoden voller schmutziger sexueller Ausschweifungen bietet. Die eingeblendeten Beispielbilder untermauern diese Aussage.
Heilige Scheiße! Das ist extrem pervers!
Gleich das erste Bild im Trailer zeigt eine Meerjungfrau mit riesigen Brüsten, gefolgt von einer kleinen Domina-Fee im roten Kleid und schließlich Sex-Androiden, die gegenseitig ihre simulierten Genitalien begutachten. Und es wird immer schmutziger: Man sieht nackte Schwangere, angekettete Prinzessinnen-Schlampen, Frauen mit Brüsten, die viel zu schwer sind, um sie zu halten, und andere, die mehr als die übliche Anzahl an Möpsen besitzen.
Es ist schwer zu sagen, ob ein roter Faden erkennbar ist oder ob man einfach alles umsetzt, was zu schmutzig oder technisch unmöglich für normale Porno-Seiten wäre. Da ist ein lebendiger Dildo, der sich aus der Muschi einer Frau herauswindet, ein junger Mann mit einem Elefanten-Schwanz, der über den Boden schleift, und jede Menge Aliens, die es mit Menschen treiben. Die letzten Minuten des Trailers zeigen diese außerirdischen Szenen sogar als 3D-CGI-Video.
Das ist sicherlich nichts für jedermann. Manche von euch Prüden werden schreiend zu den kostenlosen Tube-Seiten zurücklaufen und nach dem üblichen „Vanilla“-Kram suchen – etwa ungeschmiertem Fisting oder dem ersten „Ass-to-Mouth“ während eines Gangbangs. Die echten Perversen hingegen werden mit klebrigen Fingern auf den „JOIN“-Button klicken.
Der Zugang zu CrazyXXX3Dworld kostet ab etwa 40 US-Dollar pro Monat. Das ist mehr als bei einer typischen Erotik-Seite, beinhaltet aber den Zugriff auf sechs weitere Seiten des Netzwerks. Sie behaupten, die „größte Online-Seite für Erotik-Unterhaltung“ zu sein – aber solche nicht überprüfbaren Behauptungen stellt ja jeder auf. Die Preise sinken allerdings deutlich, wenn man sich für eine Mitgliedschaft mit 60, 90 oder 180 Tagen Laufzeit entscheidet.
Mystische Cameltoes und Aliens mit Riesenpenis
Auf der Startseite gibt es einen ziemlich umfangreichen Gratis-Bereich für alle knauserigen „Bibliotheks-Masturbierer“, aber ich wollte mir lieber die Premium-Inhalte ansehen. Ich habe mich angemeldet, eingeloggt und den Mitgliederbereich von CrazyXXX3Dworld aufgerufen. Offenbar sind die Nerds, die stundenlang 3D-Modelle in schmutzigen Sex-Posen erstellen und arrangieren, nicht dieselben Nerds, denen man den HTML-Code anvertrauen sollte. Das gesamte Layout erinnert an den Schrott von GeoCities aus der Mitte der 90er Jahre – nicht einmal an den Stil der Jahrtausendwende, mit dem sie werben. Einfach hässlich.
Ich bin mehr als nur ein wenig enttäuscht über den sehr unregelmäßigen Veröffentlichungsrhythmus. In wenigen Tagen erscheint „Echo Episode 16“, doch bis dahin kann ich weder die 40 Seiten lesen noch das achtminütige Video ansehen. Das letzte Comic war „Echo Episode 15“, das vor mehr als einem Monat hochgeladen wurde. Manchmal vergeht eine Woche bis zum nächsten Inhalt, manchmal zwei, doch allzu oft muss man monatelang warten – was bei einer Mitgliedschaft für 40 Dollar doch etwas ärgerlich ist.
Andererseits verstehe ich, warum Fans bereit sind zu warten. Sicherlich braucht ein im Keller hausender Geek länger für die Erstellung eines Comics als für den Dreh einer echten „Keller-Fick-Szene“. Die „Echo“-Reihe ist ein umfangreiches Sci-Fi-Epos, versehen mit Schlagworten wie Anal, Großer Schwanz, Alt/Jung, Lesbisch, Strap-on und vielem mehr. Die Tags wechseln mit jeder Ausgabe, da der Autor offensichtlich Abwechslung in die mystischen Cameltoes und den Interracial-Alien-Hardcore bringen möchte.
Ein weiteres Problem, das wohl mit dem veralteten Layout zusammenhängt, ist das Fehlen wirklich nützlicher Kategorien-Tags. Die Reihe „World of Neverquest“ auf CrazyXXX3Dworld ist eine Fantasy-Horror-Sex-Saga mit Schlagworten wie Dämon, Double, Fetisch, Große Titten, Creampie und BDSM; allerdings lassen sich diese Kategorien nicht anklicken, um ähnliche Inhalte in der Sammlung zu finden. Soweit ich das beurteilen kann, gibt es auf der Seite nicht einmal eine Übersichtsseite für Kategorien oder Tags. Dabei gehören solche Funktionen im Jahr 2019 zum Standard einer Website – ganz gleich, ob man Schmuddelkram oder jugendfreie Cartoons anbietet.
Sexroboter vögeln laktierende Teenager in 3D
Der Filmbereich von CrazyXXX3Dworld ist chronologisch sortiert, beginnend mit einem Clip aus dem Jahr 2008, in dem eine Frau Sex mit Robotern hat. Sie heben sie hoch, stecken Roboter-Tentakel in ihre Muschi, und das Ganze endet abrupt nach einer Minute, ohne dass irgendjemand zum Orgasmus kommt. Die aktuellste 3D-Animation – ein rothaariger Teenager, der einem alten Kerl 45 Sekunden lang einen bläst – wurde 2012 hinzugefügt. Ich habe das Gefühl, dass man den Filmbereich hier aufgegeben hat.
Bei den Comics sieht die Sache anders aus. Man kann sie im HTML- oder Flash-Format ansehen, doch in beiden Fällen handelt es sich lediglich um eine einfache Galerieansicht. Sie erfüllt ihren Zweck allemal. Klickt man auf das Bild einer stillenden Teenagerin, erhält man eine vergrößerte Ansicht, auf der zu sehen ist, wie Milch aus ihren Brustwarzen austritt. Zu den meisten Comics gibt es auch eine Videoversion; dabei wurden die einzelnen Comic-Panels einfach zu einem MP4-Video zusammengefügt.
Das Herzstück der Seite sind zweifellos die Comics – weshalb es auch verdammt schade ist, dass sie sich so umständlich durchstöbern lassen. Wer nicht genau weiß, welche der exklusiven Serien die eigenen Vorlieben und Fetische bedient, steht vor der schier unlösbaren Aufgabe, überhaupt erst einmal einen Startpunkt zu finden. Letztendlich bleibt einem nur, die Liste zu durchscrollen und darauf zu hoffen, dass ein winziges Vorschaubild, ein kurzer Beschreibungstext oder die Kategorien einer Comic-Episode die Aufmerksamkeit der eigenen Erektion auf sich ziehen.
CrazyXXX3Dworld scheint gerade davon zu profitieren, dass es sich um eine Nischenseite für Pornos handelt. Die meisten kostenpflichtigen Seiten könnten es sich nicht leisten, auf jahrzehntealte Layouts, veraltete Inhalte, lange Wartezeiten zwischen Updates oder eine nahezu völlig fehlende Struktur zu setzen. Doch CrazyXXX3Dworld ist eben keine gewöhnliche Bezahlseite; sie bietet einen Stil und eine Art der 3D-Erotikunterhaltung, die man sonst nirgendwo findet. Die Seite hat schlichtweg keine direkte Konkurrenz.
Die Mitgliedschaft ist zwar kostspielig, dürfte sich aber für eine ganz bestimmte Zielgruppe von Wichsern lohnen, die auf CG-Erotikcomics mit extremen Inhalten stehen. Am besten findet man heraus, ob man zu diesen Auserwählten gehört, indem man sich vor der Anmeldung im kostenlosen Bereich von CrazyXXX3Dworld umsieht.
- Riesige Sammlung von 3D-Erwachsenen-Comics
- Aberwitzig pervers
- Umfangreicher kostenloser Bereich
- Hässliches Layout und veraltetes Flash
- Unregelmäßige Comic-Updates
- Bereich für Filme ohne Zukunftsaussichten
- Schlechte Organisation





